EEN als Brückenbauer
Das Enterprise Europe Network bei Bayern Innovativ wurde von einem niederländischen EEN-Partner kontaktiert mit der Anfrage, einen bayerischen Partner für das niederländische Unternehmen Qwiek zu finden. Qwiek entwickelt innovative audiovisuelle Lösungen für die Demenzpflege und strebte den Markteintritt in Deutschland an. Dabei benötigten sie Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Einrichtungen für Pilotprojekte und der Validierung ihres Produkts im Kontext der deutschen Pflege.
Herausforderung für das bayerische EEN
Die Herausforderung für das Enterprise Europe Network bestand darin, ein bayerisches Kompetenzzentrum im Bereich der Demenzpflege zu finden, das bereit war, die innovative Technologie von Qwiek zu testen und wertvolles Feedback für den Markteintritt zu liefern.
Bayern Innovativ (BI) wurde fündig: Das PPZ-Nürnberg ist ein Zusammenschluss pflegepraktischer, wissenschaftlicher und vernetzender Einrichtungen. Ziel ist es, Innovationen in der Pflege anzuwenden. Im realen Betrieb von Kliniken und Pflegeheimen werden hier neue Technologien und Dienstleistungen auf Praxistauglichkeit, Akzeptanz und Nutzen für Pflegende und Gepflegte getestet und bewertet. Das PPZ strebt danach, den Einsatz neuer Technologien in verschiedenen Pflegebereichen zu fördern, um den Alltag von Pflegenden und Gepflegten nachhaltig zu erleichtern und innovative Mensch-Technik-Interaktionen umfassend zu integrieren.
Vorgehensweise
Nach der ersten Kontaktaufnahme und Vorstellung des Qwiek.up durch BI Projektmanagerin Martina Schuhmacher zeigte das Pflegepraxiszentrum NürnbergStift (PPZ) großes Interesse an einer praktischen Evaluierung. In der Folge initiierte und organisierte das PPZ eine erste zweiwöchige Testphase des Qwiek.up in vier ihrer Einrichtungen. Während dieser Phase stand Martina Schuhmacher in engem Austausch mit dem PPZ, um Fragen zu beantworten und den Informationsfluss mit dem niederländischen Unternehmen und seinen EEN-Partnern zu gewährleisten. Das positive Feedback des Pflegepersonals veranlasste das PPZ, in eine zweite, umfangreichere Testphase überzugehen. Auch hier unterstützte Frau Schuhmacher die Kommunikation und den Austausch zwischen Qwiek und dem PPZ. Die durchweg positiven Erfahrungen führten schließlich zur Entscheidung des PPZ, den Qwiek.up dauerhaft in ihren Pflegealltag zu integrieren und ihre positiven Ergebnisse aktiv im Innovationsnetzwerk Gesundheit zu teilen.
Fazit
Durch die erfolgreiche Vermittlung des Enterprise Europe Network konnte Qwiek mit dem PPZ einen passenden Kooperationspartner finden. Die positiven Ergebnisse der Testphasen führten zur dauerhaften Integration des Qwiek.up bei NürnbergStift und dienten als wichtige Referenz für den Markteintritt in weitere deutsche Pflegeeinrichtungen.
“Die Zusammenarbeit mit Qwiek, die durch das Enterprise Europe Network initiiert wurde, hat uns eine innovative Möglichkeit eröffnet, die Betreuung unserer Bewohner mit Demenz zu bereichern. Der Qwiek.up ist einfach in der Handhabung und bietet wunderbare audiovisuelle Erlebnisse. Der Austausch mit dem Team von Qwiek war stets sehr inspirierend und wir freuen uns, diese durchdachte Technologie dauerhaft in unseren Alltag integriert zu haben.”
Marlene Klemm (Managerin) - PPZ/NürnbergStift
Wie hat BI zum Erfolg beigetragen?
Das Enterprise Europe Network agierte als Brückenbauer zwischen dem Pflegepraxiszentrum Nürnberg und dem niederländischen Unternehmen Qwiek. Durch die gezielte Vermittlung einer vielversprechenden Innovation im Bereich der Demenzpflege an das PPZ wurde eine Testumgebung geschaffen, die wertvolles Feedback und eine erste erfolgreiche Implementierung ermöglichte. Diese Referenz erwies sich als entscheidender Faktor für die weitere Markterschließung von Qwiek in Deutschland.
Text: Bayern Innovativ