European Green Tech im Rampenlicht: Bauen und Nachhaltigkeit

Nürnberg (09.06.2021) - Der „grüne Wandel“ ist in aller Munde – nicht zuletzt seit der Veröffentlichung der „Green Deal“-Strategie durch die Europäische Kommission. Aber vielleicht fragen sich manche noch immer, was das wirklich bedeutet? Wie können Unternehmen „auf den Zug aufspringen“ und „grün“ werden, insbesondere solche, die in spezifischen Sektoren wie der Baubranche vor ihren eigenen Herausforderungen stehen? Wie können die neuesten nachhaltigen Lösungen zu wirtschaftlichem Wachstum beitragen? Welche Art von Hilfe bietet das Enterprise Europe Network an?

Neue nachhaltige Lösungen

Als Leiterinnen der Expertengruppen des Enterprise Europe Network, die sich mit intelligenter Energie und nachhaltigem Bauen beschäftigen, unterstützen Sonja Angloher-Reichelt und Katerina Tzitzinou ihre Kunden bei Nachhaltigkeitsthemen. Sie tun dies unter anderem über die "Virtual International Partnering Platform on Innovation in Environment, Energy and Circular Economy". Diese Plattform bietet flexible, digitale Partnering-Möglichkeiten für KMUs, Start-ups und Forschungsorganisationen in Europa und International. Sie ermöglicht den Austausch von europäischem Fachwissen in bestimmten Themenbereichen und zielt darauf ab, Kunden über Kooperations- und Geschäftsmöglichkeiten zu informieren und zu vernetzen, gerade auch in der aktuellen Pandemie-Situation.

Einen Schwerpunkt der Plattform stellt die Unterstützung von Unternehmen dar, die im Bausektor tätig sind. Daher wurde ein Webinar zum Thema „Nachhaltiges Bauen“ organisiert und eine Gruppe von 10 europäischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) dazu eingeladen. Der Online-Event fand am 9. Dezember 2020 in Form einer Pitching-Session statt. Teilnehmer aus Italien, Österreich, Irland, Griechenland und der Tschechischen Republik präsentierten ihre neuen und innovativen Produkte oder Dienstleistungen, um den Einsatz von nachhaltigen und umweltfreundlichen Geräten, Materialien oder Techniken im Bausektor zu fördern.

Worum geht es bei "Going Green"?

Während der Pitching-Session zum Thema nachhaltiges Bauen präsentierten mehrere Teilnehmer ihre disruptiven Innovationen. Das griechische KMU Landco Group präsentierte ingenieurwissenschaftliche und technische Lösungen für Gründachsysteme, vertikale Gärten, intelligente Bewässerung und Wassersparsysteme.

In ähnlicher Weise präsentierte das griechische Unternehmen Metis Seagrass Anwendungen für Seegrasabfälle als neues und ökologisches Material für Verpackungen und Wandverkleidungen. Darüber hinaus präsentierte das Forschungszentrum für Bauwesen an der tschechischen Technischen Universität Brünn ihre Forschungsaktivitäten im Bereich fortschrittlicher Baumaterialien, Gebäude- und Transportstrukturen sowie Wirtschaft und Umwelt. Außerdem zeigten der steirische Holzcluster aus Österreich und der venezianische Green-Building-Cluster aus Italien ihre engagierte Unterstützung regionaler KMUs zur Vernetzung mit internationalen Kooperationspartnern auf.

Eine grenzüberschreitende Plattform zu Umwelt, Energie und Kreislaufwirtschaft

Das Webinar war Teil der Webinar-Reihe "Spotlights on European Green Tech", die auf der virtuellen Plattform veranstaltet wird.

Die Partnering-Plattform lädt KMUs und Forschungseinrichtungen aus Europa und darüber hinaus ein, sich auf der Plattform zu registrieren und die eigene Expertise sowie Kooperationsinteressen vorzustellen. Dieses kostenlose, permanente Partnering-Angebot ermöglicht es interessierten Unternehmen, sich mit mehr als 1300 internationalen Teilnehmern zu verbinden, an thematischen Webinaren teilzunehmen und sich über aktuelle Initiativen, Dokumente und Veranstaltungen zu informieren.

Weitere Informationen zu allen Referenten und Präsentationen finden Sie unter "Pitching Session1".

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Finden Sie Informationen über die Arbeit des „European construction sector observatory (ECSO)“, sowie die „Europe 2020 Initiative“, in der eine Strategie für nachhaltiges Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Baubranche vorgestellt wird. Der Fokus liegt unter anderem auf Ressourceneffizienz durch emissionsarmes Bauen, Recycling und Valorisierung von Bau- und Abbruchabfällen.

Über die Autorinnen

Sonja Angloher-Reichelt ist bei der Bayern Innovativ GmbH, Partner im Enterprise Europe Network, tätig. Als Senior Projektmanagerin liegt ihr Fokus auf den Themen Technologietransfer, internationale Zusammenarbeit und Innovation. Zusätzlich führt sie Assessments zum Innovationsmanagement und der Nachhaltigkeit von KMUs durch. Als Leiterin der Enterprise Europe Network-Expertengruppe für Intelligente Energie befasst sie sich mit Themen wie erneuerbare und effiziente Energien, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.

Katerina Tzitzinou arbeitet für die Federation of Industries of Greece als Direktorin für internationale Angelegenheiten. Sie ist auch die Leiterin der Expertengruppe des Netzwerks für nachhaltiges Bauen. Sie hat große Erfahrung im Management und in der Koordination von europäischen und nationalen Förderprogrammen sowie in der Betreuung von Unternehmen bei der Internationalisierung, der Organisation von Firmenmissionen und Matchmaking-Events parallel zu Messen in Europa, China, Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und weiteren Ländern. Katerina hat auch Erfahrung in der Bewertung von Innovationsmanagementkapazitäten und -leistungen von Unternehmen sowie in der Nachhaltigkeitsbewertung von KMU.