Denkmalpflege in Tschechien: Geschäftschancen für Handwerksbetriebe

Nürnberg 10.10.2016

Mit Hilfe von EU-Mitteln startet in Tschechien eine neue Welle bei der Denkmalsanierung. Bis zum Frühjahr 2017 können Eigentümer und Betreiber historischer Gebäude Mittel beim Regionalministerium beantragen. Fast 70 Mio. Euro stehen dafür bereit.

 

Laut Nationaler Denkmalbehörde NPU sind zurzeit fast 780 Bauwerke akut baufällig und vom Verfall bedroht. Die meisten in den Bezirken Usti nad Labem, Karlovy Vary und Plzen. Für deutsche  Handwerksbetriebe aus dem grenznahen Raum bietet das gute Möglichkeiten, bei der Sanierung der historischen Gebäude ins Geschäft zu kommen.

Beginn schon ab Frühjahr 2017

Schon ab Frühjahr 2017 könnte ein neuer Investitionsschub beginnen. Geld gibt es für die Sanierung der Gebäudehülle und des Mobiliars, für barrierefreie Zugänge, für Sicherungsmaßnahmen an den Denkmälern, für die Renovierung bestehender Ausstellungen und der Depots, für die Digitalisierung des Bestands, für Gartenbauarbeiten im Umfeld der Gebäude sowie für die soziale und technologische Infrastruktur an den Objekten. Weitere Förderprogramme für die Denkmalsanierung organisiert das tschechische Kulturministerium. Es unterstützt 2016 unter anderem den Erhalt historischer Altstädte mit rund 6 Mio. Euro und einzelne Sanierungsprojekte mit weiteren 5,6 Mio. Euro. Eine Finanzzusage gab es 2016 zum Beispiel für die Putzerneuerung in der Laurentius-Kirche im südböhmischen Benesov nad Cernou, für eine Dachsanierung im Schloss Novy Kostel bei Karlsbad oder für die Restaurierung des Deckengewölbes und des Triumphbogens im südböhmischen Kloster Trhove Sviny.

Unabhängig von den vielen kleinen geförderten Denkmalsanierungen stehen in Tschechien mehrere größere Vorhaben an.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die Experten von Bayern Handwerk International.

Quelle: Newsletter Bayern Handwerk International, gtai